11. Februar 2026

Das Projekt LINK im Podcast „Bildung auf die Ohren“

Das Podcast-Logo von "Bildung auf die Ohren" der aktuellen Folge mit dem Projekt "LINK": Die Titel in orangener und blauer Schrift auf einem silbernen Hintergrund.

Wie können Fachkräfte eine gute inklusive Praxis in KiTa-Gruppen gestalten? Im Rahmen des LINK-Projektes (Literacy, Inklusion, Kommunikation) wurden eine Weiterbildung für die Fachkräfte und der LINK-Kalender entwickelt und evaluiert.

Diese stellte Projektleiterin Dr. Stefanie K. Sachse im Podcast „Bildung auf die Ohren“ des Deutschen Bildungsservers nun vor und sprach auch über die Bedingungen für erfolgreichen Transfer.

„Wir wollten Fachkräfte darin unterstützen, Literacy-Angebote alltagsnah und inklusiv zu gestalten – also so, dass auch Kinder mit Behinderungen Erfahrungen mit Schrift machen können. Dabei geht es nicht um frühen Unterricht, sondern um alltägliche Begegnungen mit Schrift: Namensschilder, Listen, Notizen“ skizzierte Stefanie K. Sachse gegenüber Moderatorin Christine Schumann zunächst die Absicht des Projekts. LINK, an der Universität zu Köln angesiedelt, wurde von Februar 2018 bis April 2021 im Rahmen der Förderlinie „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte“ finanziell gefördert.

Bei der Zusammenarbeit mit der Bildungspraxis hätten die Wissenschaftler:innen im Projekt nach eingehender Absprache bewusst „etwas Niedrigschwelliges für den Alltag“ in KiTas konzipiert, den Aufstellkalender, der thematisch gebündelt Aufgaben zum spielerischen Erlernen von Lese-und Schreibfähigkeiten für KiTa-Kinder bereithält.

Diese könnten von den Fachkräften in den Alltag der Kinder integriert werden, „z. B. beim Essen, beim Blick auf den Tagesplan oder beim dialogischen Lesen“, so Sachse.

Austausch und Selbstwirksamkeit als Schlüssel zum Erfolg

In der Praxis kommt das Angebot gut an. Dazu beigetragen habe laut Sachse auch, dass die Kinder bei der Arbeit mit den Materialien schnell Fortschritte gemacht hätten: „Fachkräfte erlebten Selbstwirksamkeit und sahen schnell die Wirkung bei den Kindern.“

Generell sei der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis für den Erfolg des Projekts sehr wichtig gewesen.

Dieses Beispiel erfolgreicher Zusammenarbeit ist aber längst nicht Standard, oft gestaltet sich der Austausch schwierig, auch weil Zeit, finanzielle und personelle Ressourcen begrenzt sind. Dabei sei die Vernetzung „aller Ebenen – Wissenschaft, Träger, Ausbildung, Praxis“ essenziell für erfolgreichen Transfer. Eine Ebene spiele dabei eine Schlüsselrolle: „Besonders wichtig wäre eine engere Verzahnung zwischen Hochschulen und zweiter Ausbildungsphase (Seminare), um Studierende optimal vorzubereiten“, zeigte sich Sachse überzeugt.

Das ganze Gespräch kann hier nachgehört werden:

https://www.bildungsserver.de/podcast.html?podcast_id=955

Mehr Informationen zu LINK gibt es auf der Projektseite:

https://forschung-inklusive-bildung.de/fruehe-bildung/link/

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