6. Juli 2026

SeiP: Projektförderung geht in die nächste Phase

Im Schein einer stilisierten Schreibtischlampe ist das Logo "SeiP" zu sehen. Darunter steht "Transfer in der inklusiven Bildung (InkBiTransfer)" und die Logos "Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung" und "BMBFSFJ"

SeiP – Selbstinszenierungspraktiken als Zugang zu einer selbstbestimmten, multimodalen Kompetenzfeststellung für (aus-) bildungsbenachteiligte Jugendliche

Wie können Jugendliche mit unterschiedlichen Bildungs- und Unterstützungsbedarfen ihre Stärken sichtbar machen und selbstbestimmt ihren Weg in Ausbildung und Beruf gestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt SeiP. Im Mittelpunkt stehen ausbildungsbenachteiligte Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf. Dazu gehören junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Lebenslagen – beispielsweise aufgrund von Migration, Fluchterfahrung, Armut, Geschlecht oder sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen. Das Projekt versteht diese Vielfalt als Ausgangspunkt für inklusive Bildungsarbeit.

SeiP entwickelt und erprobt eine stärkenorientierte Form der Kompetenzerfassung, die weit über klassische Testverfahren hinausgeht. Kreative und multimodale Formate ermöglichen es den Jugendlichen, ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Potenziale selbst zu entdecken, auszudrücken und sichtbar zu machen. Die Kompetenzerfassung wird so selbst zum Lern- und Entwicklungsprozess und stärkt Selbstbestimmung sowie Partizipation.

Gemeinsam mit Lehrkräften, betrieblichen Akteur:innen und wissenschaftlichen Partner:innen werden die entwickelten Konzepte in der Praxis erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Rahmen einer designbasierten Forschung entstehen innovative Lösungen, die den Übergang in Ausbildung und Beruf unterstützen und langfristig zu mehr beruflicher Teilhabe beitragen.

Auf diesen Erkenntnissen baut das Verbundprojekt „Inklusion vor Ort (IvO)” auf. Ziel ist es, das SeiP-Rahmenkonzept gemeinsam mit der Berufsbildungspraxis weiterzuentwickeln, an unterschiedliche Kontexte anzupassen und über regionale sowie überregionale Netzwerke nachhaltig in der beruflichen Bildung zu verankern. So entstehen wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Ansätze für eine inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung, die Jugendlichen bessere Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben eröffnen.

Das Metavorhaben Inklusive Bildung wünscht viel Erfolg!

Zum Projekt 

Zum Projekt SeiP im BMBFSJ

Goethe-Universität Frankfurt
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Institut für Sonderpädagogik
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
D-60629 Frankfurt am Main